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Wildbienen auf die Bühne - Vortrag von Dr. Paul Westrich beim BUND in Worms


Das Interesse am Wildbienenvortag von Paul Westrich war riesig– 180 Interessierte fanden am 22.3. den Weg in das Wormser Tagungszentrum. Von der faszinierenden Welt der Wildbienen berichtete Dr. Paul Westrich in seinem legendären und bilderreichen Vortrag. Der BUND Worms und die BUND Landesverband Rheinland-Pfalz hatten im Rahmen des BUND-Projekts "Blühendes Rheinhessen –Farbtupfen für Wildbienen" zur Veranstaltung eingeladen und freuen sich, dass es nun bestimmt bald in vielen Gärten summt und brummt.

Rheinhessen könnte dank seines Klimas ein Wildbienenparadies sein. Von den rund 565 verschiedenen Arten Deutschlands, kommen fast 420 Arten hier vor – ein sensationeller Wert! Grund: Die kleinen Bestäuber lieben es warm und trocken. Allerdings ist etwa die Hälfte der fleißigen Insekten gefährdet. Von wenigen Millimetern bis zu 28 Millimeter Körperlänge der Blauen Holzbiene gibt es sie in allen Größen.  Manche bauen ihre Kinderstuben in totem Holz, manche im Boden, manche sogar in leeren Schneckenhäusern. Nektar und insbesondere Pollen von Blütenpflanzen benötigen sie alle zur Aufzucht ihres Nachwuchses. Seit 42 Jahren beschäftigt sich Dr. Paul Westrich mit Wildbienen und bezaubert seine Zuhörer nicht nur mit zahlreichen Bildern und Filmsequenzen sondern auch mit zahlreichen Anekdoten. Sei es die gehörnte Mauerbiene, die ihre Brutzellen errichtet oder die sechs Wildbienen-Männchen, die in einer Glockenblume schlafen, die Bilder bleiben in Erinnerung und die knapp anderthalb Stunden seines Vortrages vergehen wie im Flug.

Die Resonanz zum Vortrag übertraf alle Erwartungen: Es kamen etwa 180 Wildbieneninteressierte, das Tagungszentrum in Worms stellte kurzfristig noch 40 weitere Stühle zur Verfügung. So konnten nach etwas Wartezeit auch alle nicht angemeldeten Interessierten den Vortrag genießen. "Wir freuen uns sehr über das große Interesse am Thema Wildbienen. Denn Wildbienenschutz ist auch Schutz der Artenvielfalt - in den Kommunen wie in den Agrarlandschaften," so Tatjana Schneckenburger, derzeit  Projektleiterin des Projekts "Blühendes Rheinhessen".

Das BUND-Projekt "Blühendes Rheinhessen – Farbtupfen für Wildbienen" läuft noch bis Ende 2017. Der BUND tritt im Rahmen des Projekts seit 2015 in Dialog mit Kommunen, bietet Veranstaltungen zu Wildbienen an und führt an fünf Orten Leuchtturmprojekte zum Wildbienenschutz durch. Informationen zum Wildbienennetzwerk, zu geeignetem Saatgut und zu den Leuchtturmprojekten finden Sie unter blumenwiesen-rlp.de/bluehendes-rheinhessen. Sie können auch einfach an wildbienen@bund-rlp.de schreiben. Wir bedanken und bei der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, die dieses Projekt aus Mitteln der Glücksspirale fördert.

 

 

Blühendes Rheinhessen - Farbtupfen für Wildbienen




Für die Bestäubung unserer Wild- und Nutzpflanzen spielen neben der bekannten Honigbiene die über 550 in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten eine wichtige Rolle. Im trocken-warmen Klima Rheinhessens fühlen sie sich besonders wohl. Doch im „Land der Reben und Rüben“ mangelt es vielerorts an Bruthabitaten und geeigneten Blütenpflanzen, um die Grundbedürfnisse der kleinen Hautflügler befriedigen.

Anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Rheinhessen“ widmet sich der BUND der aktuellen Notlage der sympathischen Wildbienen und setzt sich dafür ein, diesen schönen Landstrich für sie lebenswerter zu machen. Gemeinsam mit einem Netzwerk aus Ehrenamtlichen und engagierten Kommunen soll das Projekt „Blühendes Rheinhessen – Farbtupfen für Wildbienen“ dazu beitragen, die biologische Vielfalt in Offenlandbiotopen und auf öffentlichen wie privaten Flächen zu erhöhen. Kurz gesagt: Mehr Blütenvielfalt und Lebensraumschutz. Die Wildbienen dienen dabei letztendlich als Schirmarten für alle wildlebenden Pflanzen- und Tierarten des rheinhessischen Offenlandes.

Zentral im Projekt stehen der Aufbau eines Netzwerks von Menschen, die sich ehrenamtlich für Wildbienen einsetzen, sowie die Beratung von Kommunen in Rheinhessen, die sich auf gemeindeigenen Flächen für die Förderung der heimischen Vielfalt einsetzen. In so genannten Leuchtturmprojekten – aktuell in Sulzheim, Hahnheim und Nackenheim – werden exemplarisch Maßnahmen zur Förderung des Blütenreichtums und damit der blütenbesuchenden Insekten gemeinsam mit Ehrenamtlichen des BUND und interessierten Kommunen durchgeführt und evaluiert.


Hier finden Sie unseren aktuellen Projektflyer.

Projektübersicht (zum Vergrößern klicken)



Projektziele

  • Verbesserung der Lebensbedingungen für Wildbienen in Rheinhessen an ausgewählten Standorten durch Artenschutzmaßnahmen und Biotopentwicklung
  • Gemeinsam mit Kommunen öffentliche Flächen wildbienenfreundlich gestalten und pflegen
  • Etablierung eines Netzwerkes aus Wildbienenfreunden
  • Umweltbildung und Sensibilisierung zur Bedeutung der Wildbienenlebensräume mit den dort lebenden Tier- und Pflanzenarten

Projektlaufzeit

Der Projektzeitraum beginnt am 1. Februar 2015 und endet am 31. Dezember 2017.

Wildbienenschutz in Rheinhessen

Sie möchten mehr über Wildbienen lernen und interessieren sich für Gruppen, die sich im Wildbienenschutz engagieren? Dann finden Sie hier Termine und Veranstaltungen zum Thema. Sie möchten einen wildbienenfreundlichen Garten anlegen oder das Thema Wildbienen in der Schule behandeln? Unter Mehr erfahren finden Sie Literaturempfehlungen und eine Zusammenstellung vieler hilfreicher Links.

Sie möchten selbst aktiv werden? Dann werden auch Sie Teil des Netzwerkes und nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Förderer

Wir bedanken uns bei der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, die das Projekt aus Mitteln der Glücksspirale fördert.





Foto: Philipp Reutter


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Wanderausstellung

Die Ausstellung zum BUND- Naturschutzschwerpunkt „Blumen und Schmetterlingswiesen Rheinland-Pfalz" steht ab November zum Verleih.

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