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Lösshohlwege für Wildbienen in Nackenheim

Die Rheinhessischen Hohlwege mit ihren sonnigen Steilwänden und großflächigen festen Lößwänden werden als Bruthabitate von zahlreichen Wildbienen- und anderen Arten genutzt. Mangels Pflege sind sie jedoch häufig mit schattengebenden Pflanzen zugewachsen (z.B. Brombeere, Holunder) und fallen dann wegen hoher Feuchtigkeit und Unzugänglichkeit als Bruthabitate aus.

Die Erhaltung der offenen Bereich Flächen ist wichtig für Steilwandbewohner unter den Wildbienen wie z.B. die Vierfleck-Pelzbiene, die Buckel-Seidenbienen sowie für einige Schmalbienenarten. Daneben profitieren die spezialisierten Brutparasiten, wie z.B. die Kuckucksbienen aber auch andere Hautflügler wie die Schornsteinwespe, die die gleichen Ansprüche an Brutgebiete hat.

Die BUND-Kreisgruppe Mainz-Bingen und das Ehrenamtlichen-Netzwerk im Projekt "Blühendes Rheinhessen" haben zusammen mit dem Verein Lebenswertes Nackenheim an zwei Lösshohlwegen, am Mühlrech/Eichelsbachweg sowie Hengstäcker Hohl, Pflegemaßnahmen durchgeführt, mehr Infos dazu gibt es hier. Wildbienenarten wurden 2015 im Rahmen des Projekts kartiert, mit einer weiteren Kartierung 2017 prüfen wir den Erfolg der Maßnahme.

Die Kosten für die Maßnahme konnten durch das Ehrenamt gering gehalten werden, dafür danken wir allen Aktiven. Wir hoffen, dass weitere Kommunen dem Vorbild Nackenheim folgen und ihre Lösshohlwege renaturieren!


Meilensteine in Nackenheim

Pflegeeinsatz und Exkursion in der „Hengstäcker Hohl“

Nackenheim, 27. Februar 2016: Ein vom BUND beauftragtes Gutachten in zwei Nackenheimer Lösswegen hatte ergeben, dass sich in den verbuschten Bereichen nur noch erschreckend wenige Wildbienen- und Wespenarten tummeln. Damit wieder viele Insekten ihre Nistgänge anlegen und sich die typischen Lebensgemeinschaften der alten Hohlwege wieder entwickeln können, sollten die Lösswände in einer umfangreichen Pflegeaktion freigestellt werden.

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich dreißig tatkräftige Helfer ein, um Gehölze und Rankpflanzen zu entfernen. Eingeladen hatten der BUND Landesverband, die BUND Kreisgruppe Mainz-Bingen sowie der Verein Lebenswertes Nackenheim (VLN), der die Helfer fachkundig anleitete, das nötige Material zur Verfügung stellte und bereits im Vorfeld umfangreiche Vorarbeiten geleistet hatte.

Nach einigen Stunden Arbeit war das Ergebnis zu bewundern: Die einzigartigen rheinhessischen Lösswände waren offen und sonnenexponiert und werden schon in diesem Jahr vielen Hohlwegsbewohnern Lebensraum bieten. Ein toller Erfolg, der hoffentlich anhand gesteigerter Arten- und Individuenzahlen in den nächsten Jahren in Form eines Gutachtens nachweisbar sein wird.

Zum Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer bot Gebietskenner Dr. Axel Schönhofer vom VLN im Anschluss an den Pflegeeinsatz eine Exkursion durch das vielfältige Eichelsbachtal an. Die Gruppe wanderte vom Lößgebiet auf das Rotliegende, um die Veränderung des Bodens in sehr kurzem Abstand zu beobachten. Ein besonderes Augenmerk lag auf den verschiedenen Lebensräumen, Pflanzen und Entwicklungsmöglichkeiten vor Ort und was man mit nur wenig Einsatz als Naturschützer auf lokaler Ebene bewirken kann.



























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Wanderausstellung

Die Ausstellung zum BUND- Naturschutzschwerpunkt „Blumen und Schmetterlingswiesen Rheinland-Pfalz" steht ab November zum Verleih.

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