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8. September 2016: Die schönsten Wiesen im Nordpfälzer Bergland


Foto: Paul Grüter

Preisverleihung im BUND-Wiesenwettbewerb 2016 mit Staatsministerin Ulrike Höfken

Münchweiler/Mainz: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., zeichnet zum fünften Mal in einem Wettbewerb Landwirte aus, die durch ihre Bewirtschaftung besonders artenreiche Mähwiesen pflegen und erhalten.

Der Wind rauscht durch ein Blütenmeer, es summt und brummt und duftet, am Horizont bewaldete Hügel, die dem Bild einen Rahmen geben. Wer gerne spazieren geht, weiß, dass diese Szene immer seltener wird, denn durch die Nutzungsintensivierung gehen diese artenreichen Biotope immer weiter zurück. Mit dem Projekt „Wiesenwettbewerbe in Rheinland-Pfalz“, das durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz aus Mitteln der LOTTO-Glücksspirale gefördert wird, lenkt der BUND die Aufmerksamkeit auf die wertvollen landwirtschaftlich genutzten Lebens- und Erholungsräume in Rheinland-Pfalz. Der Donnersbergkreis war in diesem Jahr Ort des Geschehens.


Die Preisverleihung in Münchweiler

Am 8. September fand die Preisverleihung im BUND-Projekt "Wiesenwettbewerbe" auf dem Hofgut Neumühle in Münchweiler an der Alsenz statt: Der BUND-Vorsitzenden Roland Kirsch und der Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder eröffneten die Veranstaltung. Staatsministerin Höfken legte dann in ihrer sehr bewegenden Rede dar, wie wichtig Wiesen für uns Menschen und die biologische Vielfalt sind. Anschließend folgten Grußworte von Michael Ruther, dem ersten Kreisbeigeordneten, von Rudolf Jacob, dem Orts und Verbandsgemeindebürgermeister von Winnweiler und von Thomas Kirsch von LOTTO. Umweltministerin Höfken, BUND-Vorstandsmitglied Roland Kirsch und der wissenschaftliche Leiter des Wiesenwettbewerbs, Hans-Jürgen Dechent überreichen den 12 anwesenden Landwirten und Landwirtinnen eine Anerkennung in Form von Geld- und Buchpreisen für die aktive Erhaltung ihrer ganz besonders artenreichen Wiesen.

Die Teilnehmer*innen aus dem Donnersbergkreis

Insgesamt haben sich 21 Landwirte mit 38 Flächen beworben. 15 Flächen von 14 Landwirten wurden am in Münchweiler ausgezeichnet. Die Preisträger*innen sind in alphabetischer Reihenfolge: Annerose Angne (Winnweiler), Patrick Becker (Finkenbach-Gersweiler), Wolfgang Daub (Oberwiesen), Elmar Graf (Münsterappel), Eva Koch (Falkenstein), Klaus Landfried (Alsenz), Walter Müller (Börrstadt), Rüdiger Paul (Rockenhausen-Marienthal), Michael Ruther (Kirchheimbolanden), Harald Schmitt (Winnweiler-Potzbach), LVA (Hofgut Neumühle) (Münchweiler/Alsenz), Christian Tschoepke (Schönborn), Philipp Waßner (Winnweiler), Wulf Weller (Einselthum).

Die Jury 2016

Die diesjährige Jury waren: Hans-Jürgen Dechent (Botaniker und wissenschaftlicher Leiter des Projekts), Dr. Gunter Mattern (Botaniker und Vertragsnaturschutzberater im Donnersbergkreis), Rudolf Twelbeck (Tagfalterkartierung); Brigitte Leicht (Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten RLP), Pascal Paulen (DLR, Agrarwirtschaft und Naturschutz, Koordinationsstelle 'Partnerbetrieb Naturschutz'), Tatjana Schneckenburger (Projektleitung 2016).

Die Wiesen im Donnersbergkreis

„Die begutachteten Wiesen im Donnersbergkreis sind aus botanischer Sicht ausgesprochen artenreich und haben einen sehr hohen Kulturlandschaftswert“, freut sich Hans-Jürgen Dechent, Botaniker, Jury-Mitglied und wissenschaftlicher Betreuer des Projektes. „Es ist  nicht selbstverständlich, dass wir im Donnersbergkreis noch so schöne, artenreiche Wissen haben“, ergänzt BUND Vorstandsmitglied Kirsch. „Artenreiches Grünland ist stark bedroht, da es durch Nutzungsintensivierung verloren geht und in Acker umgewandelt werden kann. Das ist für den Landwirt oft wirtschaftlicher. Deshalb verdienen alle, die zum Schutz der artenreichen Wiesen beitragen, einen ganz besonderen Dank!“ Vor diesem Hintergrund begrüßt Kirsch auch den Schutz artenreichen Gründlands durch das neue Landesnaturschutzgesetz. „Nun gilt es aber auch, den Schutz durchzusetzen - vor allem durch die Information der Landwirte und den Ausbau des Vertragsnaturschutzes mit einer angemessenen Entschädigung für die beteiligten Landwirte.“

Der Donnersbergkreis zeichnet sich durch seine besonders schöne und strukturreiche Kulturlandschaft aus. Die facettenreichen geologischen Gegebenheiten bieten sehr gute Voraussetzungen für die Entwicklung vielfältiger Biotope. Man findet im Donnersbergkreis überwiegend mittlere Standorte, doch auch schöne Nasswiesen und Halbtrockenrasen kann man entdecken. Orchideenreiche Grünflächen beherbergen zum Beispiel die seltene Bienen-Ragwurz. Neben den Blühpflanzen, trifft man viele Bestäubende Insekten an. Unter den Tagfaltern ist der seltene "Kronwicken-Bläuling" eine ganz besondere Rarität.

 

28. Juli 2016: Wiesenwettbewerb 2016 im Donnersbergkreis im Nordpfälzer Bergland


Bienen-Ragwurz (Foto: T. Schneckenburger)


Im diesjährigen Wiesenwettbewerb im Donnersbergkreis wurden 38 Wiesen angemeldet. Bis Mitte Juni 2016 fand die botanische Kartierung aller gemeldeten Wiesen statt. Die 15 artenreichsten Wiesen werden platziert. Auf diesen Gewinnerwiesen Wiesen wird zusätzlich eine Schmetterlingskartierung durchgeführt.

Der Donnersbergkreis zeichnet sich durch seine besonders schöne und strukturreiche Kulturlandschaft aus. Auch geologisch ist der Landkreis sehr facettenreich, diese Tatsache bietet sehr gute Voraussetzungen für die Entwicklung vielfältiger Biotope.

Man findet im Donnersbergkreis überwiegend Wiesen mittlerer Standorte, doch auch schöne Nasswiesen und Halbtrockenrasen kann man entdecken. Orchideenreiche Grünflächen beherbergen zum Beispiel die seltene Bienen-Ragwurz. Auch die Sommerwurzarten sind eine Besonderheit. Nicht nur Blühpflanzen, auch Wildbienen und Tagfalter trifft man im Donnersbergkreis an. So ist der seltene "Kronwicken-Bläuling" eine ganz besondere Rarität.

Vierzehn Landwirte werden am 8. September für ihr Engagement bei der Erhaltung artenreicher Wiesen durch Umweltministerin Höfken persönlich ausgezeichnet.

 


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Wanderausstellung

Die Ausstellung zum BUND- Naturschutzschwerpunkt „Blumen und Schmetterlingswiesen Rheinland-Pfalz" steht ab November zum Verleih.

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